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#NWRT18 - Wenn die Gravitation des Alten nachlässt, entsteht Neue Arbeit.

March 17, 2018

15. März 2018 - Bahnhof Frankfurt am Main. Joan sitzt auf seinem Koffer am Südausgang. Er wartet dort gemeinsam mit Wolfram auf die Teilnehmer des New Work Road Trips. Eine Teilnehmerin findet uns allerdings nicht. Sie läuft einem LKW Fahrer mit oranger Warnweste nach bis er in seinen LKW steigt, weil sie glaubt, dass es Joan ist. Er hatte versprochen, dass er zur leichteren Erkennung eine solche Weste tragen würde. Joan hatte sie aber im morgendlichen Zurechtfinden in der fremden Airbnb Wohnung vergessen. Wolfram telefoniert mit ihr und lotst sie zu uns. Als sie uns schließlich findet, müssen wir nach kurzer Irritation, erstmal alle herzhaft lachen.

Dann begeben wir uns, mit dem von Flinkster gemieteten Bus, auf die Reise zum Flughafen. Der Frankfurter Airport ist weder ein Startup-Paradies, noch ist dort ein Experimentier-Lab eines Konzerns angesiedelt. Eine Gruppe von mittlerweile 40 Menschen hat es allerdings geschafft, dort die Gravitation von Schulterstreifen und einer tradierten Konzernumgebung auszusetzen. Um Punkt 09:00h treffen wir den CEO dieser gravitationsfreien Zone - Peter Ahnert - er lebt mit #zeroG seinen Traum.

 

In den Räumen wird schnell klar. Die Umgebung mit Rauhfaser-Tapete beklebten Wänden wirkt an manchen Stellen überholt. Doch schon die nächste Wand ist in sattem Magenta gehalten und bildet den entsprechenden Kontrast. Peter erzählt, dass sie die Wände selbst gestrichen haben. Die hochtalentierten Wissensarbeiter wussten allerdings zu Beginn nicht, wie man mit einer analogen Farbwalze umgehen sollte. Der Rat der “alten analogen Hasen” war an der Stelle gefragt. Die ersten Eindrücke bringen die gelebte Polarität von #zeroG bereits auf den Punkt. Als Startup-Tochter des Lufthansa (Systems GmbH & Co KG) Konzerns geht es darum, in einem sehr klassischen Konzernumfeld eine Subkultur der Eigenverantwortung zu erhalten.

Von der ersten Sekunde weg war bei #zeroG zu spüren, dass es sich hier nicht um einen aufgesetzten Startup-Konzern-Versuch handelt. Die Beziehungen und Gespräche waren ehrlich und authentisch. Hier geht es nicht nur darum Innovation für den Konzern hervorzubringen. Peter Ahnert geht es um die Verwirklichung seines Traums. Dieser Traum ist inspiriert von einer Arbeitswelt, wie sie Frederic Laloux im Buch Reinventing Organizations beschreibt. Bei #zeroG vereint sich diese Haltung mit hochtalentierten Wissens-Mitarbeitern, die in der Konzern-Kultur wahrscheinlich die Probezeit nicht einmal durchhalten würden. Innovation entsteht in dieser Gemeinschaft nebenher, wie viele der erzählten Geschichten eindrucksvoll beweisen.

Wie viele Firmen, ist auch #zeroG auf dem Weg zur selbststeuernden Organisation über bestimmte Herausforderungen gestolpert. Zum Beispiel, dass die Entfaltung der Potentiale bestimmte Strukturen & Prinzipien braucht. Sie haben uns in eindrucksvoller Manier ihre Ideen geschildert. Ab 01. April wollen sie in Ihrer neuen Struktur arbeiten und sie von diesem Startpunkt weiter entwickeln. Georg erzählt uns von den dahinterliegenden Ideen. Seine Begeisterung dafür lässt den Raum vibrieren. Georg ist ein Paradebeispiel dafür, wie Führung in einer dezentralen Struktur entsteht. Er hat das Talent, das Wissen und die Umsetzungsstärke in diesem Thema - deswegen führt er die Organisation im entsprechenden Kontext. Er bezieht die internen Widerstände sinnvoll in seine Vorschläge und Entscheidungen ein. Bei gewichtigen Entscheidungen kommt es zu einem Beratungsprozess. Hier wird Zukunft gelebt.

 

 

Zum Abschluss von spannenden drei Stunden haben wir Peter und Georg noch ein paar Fragen gestellt. Mach dir selbst ein Bild:

 

 

Fazit Joan (Veranstalter): “Ich bin tief beeindruckt von #zeroG und Peter Ahnert. Sein Mut und sein Menschenbild machen diese Entwicklung im Ursprung möglich. Die Situation innerhalb des Lufthansa Konzerns ist eine besondere. Sie birgt einerseits eine ständige Gefahr für die gelebte Zusammenarbeitskultur von #zeroG, doch andererseits könnte sie der auslösende virale Infekt für eine neue Kultur im gesamten Konzern sein. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickelt.”

 

Fazit Ingo Leipner (Teilnehmer), Journalist und Buchautor: “Was mich besonders beeindruckt hat, war die Authentizität der Mitarbeiter, wenn sie von den neuen partizipativen Strukturen bei #zeroG berichtet haben. Kein Marketing, sondern gelebte Realität! Natürlich mit Widersprüchen, aber immer auf dem Weg, Arbeit wirklich human zu organisieren. Dazu gehört für mich: Eigenverantwortung mit echter Entscheidungskompetenz auszustatten! Oder wie wir es in unserem Netzwerk culture2business fordern: Wertschöpfung durch Wertschätzung. Von diesem neuen Geist war etwas bei #zeroG zu spüren.”

 

Fazit Wolfram (Veranstalter): “Mir hat besonders der Einsatz von Georg, der erst seit etwas mehr als einem Jahr bei zeroG mitarbeitet, gefallen. Als relativer Neuling hat er wesentlich die neue Struktur mit entwickelt, d.h., als technische Fachkraft entwickelt er die Organisation! Kann ein Techniker das? Kann er - sehr gut!”

 

 

 

Lust bekommen New Work auch einmal selbst zu erleben? Dann schau in deinen Kalender, vielleicht hast du am 14. Juni 2018 Zeit und bist beim nächsten Trip in München dabei: >>Infos Road Trip München<<

 

#zeroG #zeigenwasgeht #NWRT18

 

 

 

 

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